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Erst reserviert, dann stets bemüht

 

  

Die deutschen Bundeskanzler und ihr schwieriges Verhältnis zu den Künsten

 

Ein Essay aus:  128. Das Magazin der Berliner Philharmoniker, Nr. 03-2017

 

Kurz nach Willy Brandts Tod am 8. Oktober 1992, fing sich eine Schallplattenfirma bei der Witwe Brigitte Seebacher-Brandt eine peinliche Absage ein. Geplant war das Projekt „Willy Brandts Lieblingssymphonien“. Solche gab es aber nicht. Die SPD-Ikone hörte lieber Marsch- oder Volksmusik als Mozarts „Jupiter“, Beethovens „Pastorale“ oder jene „Unvollendete“ Schuberts, die in so bewegender Weise auf Brandts Trauerfeier im
Berliner Reichstag von Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern zu hören war.

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